Vegetarier und Veganer
im Trend

Was macht veganes und vegetarisches Essen mit unserer Gesundheit?

Die Sonne scheint, die Grillsaison ist eröffnet. Und immer öfter findet sich auf dem Grill mal nicht Steak, Würstchen und Co. sondern Alternativen, die auch ohne Fleisch auskommen. Mittlerweile kennt fast jeder einen Vegetarier in seinem Freundes- oder Familienkreis. Der Vegetarierbund (VEBU) geht in Deutschland von rund 7 Millionen Vegetariern aus, was etwa 8-9 % der Bevölkerung entspricht 1.Diese Zahl ist den letzten zwanzig Jahren stetig angestiegen. Galt man mit seinem Fleischverzicht vor einigen Jahren noch als Exot, der bei besagten Grillpartys mit seinem eigenen „Tofu“-Fleisch für Aufsehen sorgte, sind  Vegetarier mittlerweile völlig in der Mitte der Gesellschaft angekommen und deren Lebensstil überwiegend akzeptiert.

Die Gründe für diese Lebensweise sind dabei vielfältig und umfassen gesundheitliche, ethische und ökologische Gründe.  Der Vegetarier verzichtet dabei alltäglich auf Fleisch und Fisch. Mittlerweile immer beliebter wird jedoch der komplette Verzicht aller tierischen Lebensmittel auf dem Teller - das ist der kulinarische Rahmen der Veganer.  Erst kürzlich widmete der Stern sein Titelthema dem Veganismus - aber was bedeutet dies überhaupt? Die Berührungspunkte mit der veganen Lebensweise fangen meist mit der Erkenntnis der Existenz derer an und hören möglicherweise bei einem Selbstversuch zum Verzicht tierischer Lebensmittel auf. Deutschland beheimatet nach VEBU ca. 800.000 Veganer, auch in den USA gibt es eine ähnliche Entwicklung, darunter viele Prominente wie z.B.  Boxer Mike Tyson, der Ironman Brendan Brazier, Sänger Thomas D oder der Comedian Christoph Maria Herbst setzen sich für eine vegane Lebensweise ein. 

Was isst ein Veganer denn überhaupt?

Vielen stellt sich dabei die Frage - kann man damit satt werden und ist das überhaupt gesund? Veganer verzichten auf alle tierischen Bestandteile, beginnend mit Fleisch,  Fisch und Eiern wie bei den Vegetariern, kommen zusätzlich auch keine Milchprodukte wie Joghurt oder Käse sowie Honig auf den Tisch und (Fertig-) Produkt die diese enthalten. Was bleibt dann an Essgenuss und Füllung für den grummelnden Magen? Hülsenfrüchte, Nüsse, Getreide und Samen auf der einen Seite, reichlich Obst und Gemüse auf der anderen Seite stellen die Hauptbestandteile der veganen Kost dar. Dass dies ebenso lecker und schmackhaft  sein kann, und einer Ernährung mit Fleisch in keiner Weise hinten ansteht - davon überzeugt einen schon die zunehmende Restaurant-, Cafe- und Bistro-Kultur mit teilweise oder sogar vollständig veganem Angebot. So manch ein Fleischesser ist sich des Verzichts gar nicht bewusst und schlemmt sich ganz ungeniert durch die Speisekarte. Diese Entwicklung zeigt sich auch beim Durchstöbern von Buchhandlungen, allein im letzten Jahr sind zahlreiche vegane Koch- und Backbücher auf den Markt gekommen.

Aber was macht vegan essen mit unserer Gesundheit - fehlt da nicht etwas?

Wie gesund ist es, vegetarisch oder vegan zu leben? Hierbei sei vorweg gesagt:  nur weil sich jemand als Vegetarier oder Veganer bezeichnet, bedeutet dies nicht automatisch, dass diese Person auch gesund lebt. Genauso wie es Nicht-Vegetarier mit bedachter Lebensmittelauswahl gibt, gibt es ebenfalls auch „Pudding“-Vegetarier, die sich von nährstoffarmer Fertigkost ernähren. Grundsätzlich ist eine vielfältige, kreative vegetarische oder vegane Küche eine sehr gute Möglichkeit, sich gesund zu ernähren. Sie enthält wenige oder kaum gesättigte Fette, sorgt aber für viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe auf dem täglichen Speiseplan. Veganer sollten allerdings auf eine ausreichende Zufuhr an Vitamin D, Vitamin B12 (nur in tierischen Lebensmitteln) und Calcium (in Grüngemüse, Nüssen und Mineralwässern) achten und ggf. auch auf angereicherte Lebensmittel zurückgreifen 2.

Egal ob Vegetarier oder Veganer - die überwiegend pflanzliche Kost hat einen weiteren großen Vorteil - sie sorgt bei weniger Kalorien für eine gute Sättigung und lässt uns die Pfunde besser im Griff halten. Damit reduziert sich das Risiko für übergewichtsbedingte Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 oder Herz-Kreislauf-Krankheiten. Die großen internationalen Ernährungsgesellschaften unterstützen daher gut geplante, abwechslungsreiche vegetarische und vegane Ernährungsformen und beschreiben diese als gesundheitlich vorteilhaft 3.

Mehr als nur ein Trend

Was sagt uns also dieser neue Trend in der Ernährungswelt, der immer mehr Menschen begeistert und eigentlich gar kein Trend sondern eine Lebenseinstellung ist, die auch Bereiche außerhalb des reinen „Essens“ wie Kosmetik, Bekleidung und Co. mit einbezieht? Zumindest ausprobiert haben sollte man die vegane Ernährung mal, bevor der vegane „Mitgriller“ schief angeschaut wird. Sei es nur für einen Tag oder eine Woche, viel zu riskieren haben Sie dabei nicht, oder? Bestenfalls erweitert sich der eigene Genusshorizont  um viele leckere Facetten. Und sollte es doch nicht Ihr Geschmack sein, haben Sie es zumindest ausprobiert! Und das ist es doch, was unsere tägliche Ernährung spannend und lecker machen sollte - Neues kennen lernen, auf die vielfältigsten Lebensmittel zurückgreifen, sich inspirieren lassen von leckeren Rezepte und das gemeinsame Essen in netter Atmosphäre.

In diesem Sinne: Guten Appetit!

von Andrea Baxheinrich
Diplom Oectrophologin und
Produktmanagerin für den Bereich Ernährung bei der vitaliberty GmbH

 

 

Quellen
Vegetarierbund https://www.vebu.de/lifestyle/anzahl-der-vegetarierinnen
Vegetarierbund: https://vebu.de/
American Dietetic Association: http://www.vrg.org/nutrition/2009_ADA_position_paper.pdf

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