HR Round Table News April 2015
Präventiv handeln und Mitarbeiter unterstützen

HR Round Table News April 2015: Präventiv handeln und Mitarbeiter unterstützen

20. April 2015

Psychische Belastungen am Arbeitsplatz

Die Zahl der psychischen Erkrankungen, insbesondere der Depressionen, wird für Unternehmen zu einem immer größeren Problem. Von 2000 bis 2013 ist die Anzahl der Fehltage um fast 70 Prozent gestiegen – auf hochgerechnet 31 Millionen Tage pro Jahr. Warum steigt die Zahl diagnostizierter psychischer Erkrankungen so rasant? Macht Arbeit uns krank? Werden zu hohe Anforderungen gestellt? Fragen, denen sich jedes Unternehmen stellen muss.

Damit Unternehmen den Gesundheitsrisiken ihrer Mitarbeiter verantwortungsvoll begegnen und präventiv handeln können, müssen zunächst deren Ursachen gefunden werden. Heute geht es weniger um belastende körperliche Arbeit, als um die psychischen Anforderungen, die uns herausfordern, aber auch überfordern können. Dieser Anstieg der psychischen Arbeitsanforderungen wird häufig mit dem sogenannten Wandel der Arbeitswelt erklärt:

  • Wandel zur Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft: Erhöhung der geistigen Anforderungen, Relevanz guter Kommunikation sowie Kooperation.
  • Informatisierung und Digitalisierung: Die Grenzen zwischen Erwerbsarbeit und außerberuflichem Leben verschwimmen: Informationsüberflutung und der „Zwang“ zu ständiger Erreichbarkeit sind die Folge.
  • Beschleunigung: Zunehmender Wettbewerbsdruck und die beschleunigte Abfolge von Produktions-, Dienstleistungs- und Kommunikationsprozessen erfordern eine erhöhte Flexibilität der Beschäftigen.
  • Neue Steuerungsformen: Die erhöhte Eigenverantwortlichkeit der Beschäftigten ermöglicht mehr Freiheiten, erhöht zugleich aber auch den Druck, seine Arbeit selbst zu optimieren. Viele arbeiten in Folge „intensiver“ oder auch länger.

Der Gesetzgeber hat auf diese Entwicklungen reagiert und fordert die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung – als kontinuierlichen Prozess – unter Berücksichtigung psychischer Belastungen nach § 5 ArbSchG.

Mit digitalen BGM-Tools systematisch und ergebnis orientiert arbeiten

Mit dem moove Health Assessment+ stellt vitaliberty ein onlinebasiertes und wissenschaftlich fundiertes Tool zur systematischen Ermittlung von psychischen Gefährdungen am Arbeitsplatz zur Verfügung.

Im moove Gesundheitsportal wird im Rahmen einer umfassenden Online-Befragung das individuelle Erleben von Belastungen im beruflichen Alltag ermittelt. Die Fragen basieren zu großen Teilen auf dem Copenhagen Psychosocial Questionnaire, der für die Durchführung der psychischen
Gefährdungsbeurteilung empfohlen wird. Zudem werden weitere Aspekte erfragt, die das psychische und physische Wohlbefinden der Mitarbeiter beeinflussen können.

Durch die sofortige Auswertung, in Form eines persönlichen Gesundheitsberichts, erhält jeder Mitarbeiter Aufschluss über alle Faktoren, die
seine tägliche Arbeitssituation prägen. Das Unternehmen bekommt eine zusammenfassende, anonymisierte Auswertung, in der sämtliche Gefährdungsbereiche grafisch dargestellt sind. Durch eindeutige Kennzahlen ermöglicht das moove Health Assessment+ potenzielle Gefährdungen
individuell zu erfassen und sie anonym und vertraulich auszuwerten. Analysen können für Gruppen und Abteilungen durchgeführt werden und so zielgerichtete, unternehmensspezifische Maßnahmen anstoßen.

Mit individuellen Maßnahmen zum nachhaltigen Erfolg

Auf Basis der individuellen Befragungsergebnisse schlägt moove jedem Mitarbeiter persönliche Gesundheitsziele und Aktivitäten zur Optimierung
der eigenen Ressourcen und zur Reduzierung verhaltensbezogener Gefährdungspotenziale am Arbeitsplatz vor. Diese lassen sich mittels digitaler,
mobiler Technologien einfach und jederzeit in den Alltag integrieren. Damit geht das moove Health Assessment+ weit über die rein unternehmensbezogene
Gefährdungsbeurteilung hinaus.

Zum vollständigen Artikel in der HR RoundTable News