Digitale Gesundheitsförderung und E-Health
Trends in 2016

E-Health, Corporate Health, digitale Gesundheitsförderung - Trends in 2016

26. Januar 2016

Mannheim, 26. Januar 2016: Am 28. und 29. Januar sowie am 3. und 4. Februar 2016 finden zwei wichtige Events rund um die Themen Corporate Health und Betriebliches Gesundheitsmanagement statt: die 6. Tagung Corporate Health in Berlin sowie das Jahresforum Betriebliches Gesundheitsmanagement 2016 in München. Die Experten der Mannheimer vitaliberty GmbH werden auf beiden Veranstaltungen referieren. Dr. Oliver-Timo Henssler, Leiter Partnermanagement und Dr. Andrea Baxheinrich, Managerin BGM-Beratung erläutern dort unter anderem die Themen E-Health im Unternehmenskontext, Mitarbeitermotivation sowie rechtliche Vorgaben für Arbeitgeber.

Wir haben dies zum Anlass genommen, die Experten der vitaliberty nach den wesentlichen Trends für das Jahr 2016 zu fragen.

Herr Dr. Henssler, Sie sind langjähriger Branchenkenner und haben zahlreiche europäische und Studien in Deutschland mitbegleitet. Welche Trends erwarten Sie für das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) im Jahr 2016?
 
Dr. Henssler: „Ich sehe hier das Thema Reichweite an erster Stelle. Viele Unternehmen erreichen mit BGM nur einen Bruchteil der Mitarbeiter, relevante Zielgruppen bleiben außen vor. Vor dem Hintergrund sich dramatisch veränderter Arbeitsbedingungen (Entgrenzung, alles wird mobiler, Stichwort Industrie 4.0) sind wir logischerweise auch bei Arbeit 4.0 angekommen. Somit braucht es auch ein BGM 4.0, das sich an die immer engeren Zeitfenstern der Mitarbeiter anpasst.“

Frau Dr. Baxheinrich: Wo haben Unternehmen derzeit den größten Beratungsbedarf?

Dr. Baxheinrich
: „Beim Thema Reichweite und Evaluation kommen viele Fragen auf. Es steht zudem die zentrale Frage im Raum: Wie schaffen wir es, bei den Mitarbeitern mehr Resilienz aufzubauen und individuellere Programme zu etablieren, die eine langfristige Verhaltensprävention ermöglichen.“

Frau Dr. Baxheinrich, Dr. Henssler: Bedeutet digital unterstütztes BGM auch ständige Verfügbarkeit des Arbeitnehmers?

Dr. Henssler: „Ein BGM das digital unterstützt wird, ist ständig verfügbar, es ist nicht an feste Orte oder Uhrzeiten gebunden und ermöglicht damit eine langfristige Verhaltensänderung indem es genau die digitalen, mobilen Kommunikationsmittel nutzt, die für die Entgrenzung der Arbeit ursächlich sind.

Dr. Baxheinrich: „Kontinuierlich verfügbare gesundheitsfördernde Maßnahmen bedeuten aber keineswegs eine ständige Verfügbarkeit des Mitarbeiters. Vielmehr wird der Mitarbeiter beim Aufbau von eigenen Ressourcen unterstützt. Dazu gehört es beispielsweise auch, das Handy oder den Laptop im Feierabend auszuschalten oder sich mit seiner Gesundheit zu beschäftigen.

Frau Dr. Baxheinrich, Dr. Henssler: Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind derzeit für Arbeitgeber u/o Krankenkassen relevant?

Beide: „Derzeit geht es um das neue Präventionsgesetz. Den meisten Beteiligten ist noch unklar, welche Wirkungen es entfaltet und ob es zu mehr Qualität und Prävention führt. Hier erarbeiten wir im Rahmen einer Expertenstudie Mitte 2016 einen Überblick, der Unternehmen mehr Orientierung geben soll.

Dr. Henssler: Wie innovativ und vorbildlich sind Unternehmenslenker, wenn es um Gesundheitsmanagement geht? Kann man da auch übertreiben?

Dr. Henssler: „Ich sehe vor allem viele traditionelle Elemente. Es gibt immer noch zu wenig Innovationen, auch weil es zu wenig wirkliche Evaluation gibt und viel zu wenig nach den Wirkungen gefragt wird.“

Frau Dr. Baxheinrich, Dr. Henssler: Welche Herausforderungen für das digital unterstützte BGM stehen in diesem Jahr an?

Beide: „Die Top 5 Herausforderungen beim (digitalen unterstützten) BGM in 2016 lassen sich wie folgt darstellen“:

  1. Reichweite aufbauen, 
  2. Die richtigen Zielgruppen erreichen, 
  3. Individuelle Programme anbieten, 
  4. Verhaltensänderungen herbeiführen (dafür braucht es an erster Stelle eine individuelle Statusanalyse bzw. eine Einsicht in die Notwendigkeit einer Veränderung) und 
  5. geht es  um die Vernetzung von verschiedensten BGF-Maßnahmen in ganzheitlichen Präventionskonzepten.

-Vielen Dank für das Gespräch.-

Termine und Gespräche vor Ort

6. Tagung Corporate Health am 28./29. Januar 2016 in Berlin. 

Die Tagung steht unter dem Motto: Strategie, Verantwortung und Unterstützung“ 

Terminhinweis zum Vortrag: „Erfolgsfaktor Motivation – wie Sie hohe Teilnehmerquoten und neue Zielgruppen im BGM erreichen“ 

Datum: 28.01.2016
Uhrzeit: 14.00 – 15.30 Uhr und 16.00 – 17.30 Uhr

Referenten: Dr. Oliver-Timo Henssler, Leiter Partnermanagement und Dr. Andrea Baxheinrich, Managerin BGM-Beratung

Veranstaltungsort: Quadriga Forum, Werderscher Markt 15, 10117 Berlin 

Zur Anmeldung


Jahresforum Betriebliches Gesundheitsmanagement 2016
am 3./4. Februar 2016 in München. 

Unter dem Motto „Erfolgreiche Unternehmen brauchen gesunde Mitarbeiter!“ findet an den beiden Tagen Anfang Februar das Jahresforum Betriebliches Gesundheitsmanagement mit aktuellen Berichten aus Wissenschaft und Praxis statt. Das Forum richtet sich an Unternehmen, Verbände, die öffentliche Verwaltung sowie Krankenkassen und Berufsgenossenschaften. 

Terminhinweis zum Vortrag: „E-Health: Arbeitgeber in der Pflicht: Wie Sie mit E-Health-Lösungen die Psychische Gefährdungsbeurteilung strategisch umsetzen“ 

Datum: 03.02.2016
Uhrzeit: 16.45 – 17.15 Uhr 

Referentin: Dr. Andrea Baxheinrich, Managerin BGM-Beratung

Veranstaltungsort
: RAMADA Hotel und Conference Center München Messe, Konrad-Zuse-Platz 14, 81829 München 

Zur Anmeldung


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