Sitzen ist gefährlich?
Expertenhinweise zum Tag der Rückengesundheit

Mehr als vier Stunden Sitzen ist gefährlich?

Expertenhinweise zum Tag der Rückengesundheit am 15. März mit vitaliberty und moving

13. März 2014

Mannheim/Gmund, 13.3.2014: Der Rücken ist regional wählerisch. Laut TK Report „Deutschland hat Rücken“ haben die Brandenburger, Mecklenburger und Saarländer mit 1,5 Tagen besonders viele Rückenprobleme. Entspannter geht es bei den Baden-Württembergern und Bayern zu, bei denen die Rückenbeschwerden nur knapp einen Tag Arbeitsausfall jährlich verantworten. Immer wieder Rückenprobleme; im Betrieblichen Gesundheitsmanagement wird das Thema regelmäßig auf die Wunsch- und Prioritätenliste von Personal- und Gesundheitsmanagern sowie der Geschäftsführung bei mittelständischen Firmen gesetzt. Programme für Rückengesundheit im Rahmen des BGM haben in den Unternehmen einen hohen Stellenwert. Aus gutem Grund. Die Spitzenreiter bei den Krankschreibungen sind die Erkältungskrankheiten und der Bewegungsapparat, Prävention ist also keine Kür sondern Pflicht.

Bislang wissen wir relativ viel über die körperlichen Folgen von Mangelbewegung, über Rückenschmerz und Co. Eine aktuelle australische Studie stellte jetzt aber auch fest, dass das permanente Sitzen auch chronische Krankheiten fördert. Bei der Untersuchung teilten die Wissenschaftler die Sitzzeit in vier Kategorien ein: Kategorie 1: weniger als vier Stunden, Kategorie 2: vier bis sechs Stunden, Kategorie 3: sechs bis acht Stunden und Kategorie 4: mehr als acht Stunden. Das Auftreten von chronischen Krankheiten stieg exponentiell mit der Sitzdauer an, die Personen ab Kategorie 2 hatten ein signifikant höheres Risiko für Herzkrankheiten, Bluthochdruck, Diabetes und Krebs. Ähnliche Ergebnisse liefert die Universität Leicester in England, wo 18 große Sitz-Studien mit insgesamt fast 800 000 Teilnehmern ausgewertet worden sind. Gleichzeitig deuten die Untersuchungen daraufhin, dass jeder seine Gesundheit mit einfachen Mitteln verbessern kann. Der Erfolgsfaktor liegt darin, immer wieder Gründe zu finden, aufzustehen, die sitzende Tätigkeit zu unterbrechen und sich zu bewegen. Aber wie gelingt das realistisch?

Expertentipps für den Arbeitsalltag
Was sind die wichtigsten Erkenntnisse rund um die Rückengesundheit in Unternehmen? Die Experten der Gesundheitsunternehmen moving aus Gmund und der Mannheimer vitaliberty GmbH fassen es so zusammen. 
Roswitha Ram-Devrient, Gründerin von moving- macht den Rücken fit und Expertin für Rückengesundheit empfiehlt: “97 Prozent der Rückenbeschwerden werden durch Muskelverspannungen verursacht – deshalb ist die beste Präventionsmaßnahme gegen Rückenbeschwerden, immer wieder die Rückenmuskulatur zu lockern und den Rücken zu entlasten. Der Rücken und die Wirbelsäule sind ein gut belastbares System, das man mit wenig Aufwand bis ins hohe Alter fit erhalten kann – wenn man täglich wenige Minuten der Rückengesundheit widmet und die sanften und langsamen moving-Bewegungen praktiziert. Aktuelle Infos und Übungen liefert hier auch die Seite: www.deinruecken.de 

Daniel Kaiser, Sportwissenschaftler bei der vitaliberty GmbH bewertet die aktuellen Tendenzen eines zunehmend inaktiven Lebensstils bei gleichzeitig hohem Stress als äußerst kritisch im Kontext der Rückengesundheit. Abhilfe schafft hierbei nicht unbedingt die altbekannte Haltungsschule „Sitz gerade!“. Neuere Erkenntnisse sehen eher eine dynamische Sitzposition vor. Noch wichtiger sind allerdings regelmäßige Unterbrechungen monotoner Arbeitshaltungen und ein stabiles Muskelkorsett. Besonders im Büroalltag eignen sich dabei moderne Technologien, die mit Hilfe von z.B. Smartphones Übungen vorgeben oder mit Hilfe kleiner Erinnerungen die Motivation hoch halten. Ideal ist es regelmäßig vom sitzenden Arbeitsplatz aufzustehen und gezielte Gegenbewegungen einzusetzen. Wie das geht, erfahren Sie in den Expertentipps.

Bewegung in den Arbeitsalltag integrieren

Grundregel: Machen Sie Eindruck und strahlen Sie mit einer guten Körperhaltung Souveränität aus. Gleichzeitig schützen Sie sich damit vor Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen. Viele kleine Bewegungspausen komplettieren Ihr persönliches Rückenprogramm am Arbeitsplatz:

• Drucken und Laufen: Unabhängig davon wo Ihr Drucker steht – nehmen Sie den am weit entferntesten und bewegen Sie sich gezielt dorthin. Der Papierkorb kann eine ähnlich gute Möglichkeit bieten und ist zusätzlich flexibler in der Aufstellung.
• Der Klassiker unter den Tipps: Nehmen Sie doch mal die Treppe statt den Aufzug.
• In der Pause einen Spaziergang machen kann hilfreich sein - aber warum nicht auch mal ein Meeting laufend an der frischen Luft durchführen?
• Besprechungen im Stehen? Stehtische sind dafür keine zwingende Voraussetzung – probieren Sie es doch mal aus. Zusätzlich hat sich gezeigt, dass Besprechungen im Stehen in der Regel kürzer sind als lange Sitzmarathons. 
• Nutzen Sie jede Gelegenheit um aufzustehen! Dies gilt beim Telefonieren, zum Gedankensammeln oder auch bei der Vorbereitung eines Vortrages oder Meetings.

Bei Beschwerden: Die Tennisballmassage ist einfach zu realisieren: Stellen Sie sich mit dem Rücken an die Wand und klemmen Sie dann einen Tennisball zwischen Wand und Ihre Lendenwirbelsäule. Massieren Sie Ihren Rücken mit leichten Auf- und Ab-Bewegungen 1-2 Minuten lang.

Damit schmerzhafte Rückenbeschwerden nicht die Regel werden, sind individuelle Feedbacksysteme und Coachings im Rahmen eines BGM-Programms ideal. Diese können zeitnah die individuellen Schwachstellen aufzeigen und zum gezielten Training motivieren.

Prävention gleich Motivation?

Ist die Prävention beim Thema Rückengesundheit also auch eine Frage der Motivation? Dem Prinzip Individualität/Wissenschaftlichkeit und der Kombination aus Motivation-Abwechslung-Belohnung folgen die BGM Spezialisten der vitaliberty GmbH. Für ihr BGM Portal moove - Tu´s für Dich! wurde ein gesondertes Programm zum Thema Rücken und Bewegung entwickelt. Das Rücken-Balance Programm entstand in Zusammenarbeit mit der Firma moving, dabei wurden zahlreiche interaktive Übungen für den Arbeitsalltag entwickelt und in das Programm integriert. Auf Basis der persönlichen Gesundheitsfragebögen wird zuerst ein Profil des aktuellen Bewegungsverhaltens sowie der aktuellen Bewegungsverhältnisse erstellt. Darauf aufbauend können dann für jeden Mitarbeiter maßgeschneidert die theoretischen und praktischen Gesundheitsziele zum Thema Rücken definiert werden. Ein paar Fakten fürs Zeitmanagement: Für das aktive Arbeiten mit einem Online-Training werden je nach Thema ca. 15-45 min. benötigt, die Online-Trainings sind interaktiv aufgebaut. „Keine Zeit“ – diese Ausrede gilt leider nicht mehr: Zeitliche oder örtliche Beschränkungen für Theorie und Praxis gibt es nicht, die Rücken-Balance App per Smartphone oder Tablet kann jederzeit eingesetzt werden, wenn die Teilnehmer sich die Zeit für Updates und Training nehmen wollen. Im Fokus des Programmes stehen unter anderem langsame und sanfte Bewegungen, die mit dem minimalen Zeitaufwand ab 30 Sekunden eine spürbare Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden bewirken. Über das Gesundheitsportal wird zudem das bessere Verständnis von Bewegungsabläufen gefördert. Erkenntnisse über den Zusammenhang von Stress und Verspannung gehören dazu, ebenso anatomisches Grundwissen und Wissen über Bewegungsabläufe bis hin zu Übungen zur Verbesserung der Rückengesundheit im Stehen, Sitzen und Liegen. 

Infos zur Studie: 1 (E. George et al. Chronic disease and sitting time in middle-aged Australian males: findings from the 45 and Up Study; International Journal of Behavioral Nutrition and Physical Activity 2013, 10:20 doi:10.1186/1479-5868-10-20)

Über die vitaliberty GmbH

Die vitaliberty GmbH mit Sitz in Mannheim gehört zur vitagroup und zählt zu den führenden Unternehmen im Bereich der Gesundheitsvorsorge und Prävention. vitaliberty bietet mit moove-Tu´s für Dich! zielgruppengerechte und mobile Lösungen für das betriebliche und persönliche Gesundheitsmanagement. Mit dem innovativen Betrieblichen Gesundheitsmanagement (iBGM) setzt das Unternehmen höchste Qualitätsmaßstäbe und verbindet das klassische Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) mit neuester Technologie und intelligenter Kommunikation rund um das Thema Unternehmens- und Mitarbeitergesundheit. 

Mehr Infos: www.vitaliberty.dewww.corporate-moove.de 

PRESSEKONTAKT: 
Presse vitaliberty GmbH
fon +49 621 15 02 14 – 14 
fax +49 621 15 02 14 – 99 
Mail: presse@vitaliberty.de 

Über moving

Das Unternehmen moving GmbH wurde im Jahr 1994 gegründet und vermittelt seither in vielen Firmen in Deutschland wie z.B. der Deutschen Bahn Mitarbeitern erfolgreich das moving-Konzept zur Rückenprävention und Stessregulation. 2007 wurde das bundesweite Netzwerk movingNET zur Qualifizierung von zertifizierten moving-Trainern ins Leben gerufen. Mit inzwischen mehr als 200 Bewegungsfachkräften wurde movingNET zu einer lebendigen Community mit vielen engagierten Mitstreitern für das Ziel einer breitflächigen Präventionsbewegung. Infos: www.moving.de, www.moving.net

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